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Gefragt sind der Wille und der Mut zu Veränderungen

Die Nachrichten und Berichterstattungen zu den Themen Klimawandel, Wirtschaft und Flüchtlingsproblematik können wir alle täglich verfolgen und lassen den verantwortungsvollen Menschen nachdenklich zurück.

Was kann ich tun, was können wir in unserer Stadt tun und was ist überregional erforderlich um mit den Veränderungen leben zu können und eine beschleunigte Verschlimmerung der unterschiedlichen Punkte zu verhindern?

Die Ausrede „Wir haben da keinen Einfluss“ basiert auf dem Grundmuster der Verdrängung unter dem Aspekt das Unangenehme für sich selbst zu Lebzeiten zu verhindern oder zu ignorieren. Unseren Kindern und Enkeln geben wir damit nicht nur kein gutes Beispiel, wir sorgen ganz im Gegenteil für eine Blütezeit des Egoismus. Statt gemeinschaftlich an Problemen zu arbeiten, fordert fast jeder für sich den Anspruch auf alleinige Deutungshoheit ein.

Überregional oder Weltweit kann man die Ausrichtung eher grob beeinflussen, indem wir zum Beispiel:

  • die Abholzung des Regenwaldes stoppen,
  • Alternativen zur monokulturellen Landwirtschaft und Massentierhaltung schaffen,
  • der Industrie Anreize zu klimafreundlichen Investitionen geben,
  • unnötige Flüge strikt aus der Angebotsvielfalt streichen,
  • unseren individuellen Konsum an die längst laufenden Veränderungen anpassen und
  • den Menschen die sich auf der Flucht befinden eine Unterkunft anbieten und in den Ländern ihrer Herkunft dazu beitragen, ihnen eine Rückkehr und ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen.

Was hat dies alles mit Völklingen zu tun?

Ohne Zweifel existiert bei uns kein Regenwald – damit wäre allerdings der einzige nicht zutreffende Punkt bereits abgehakt. Insgesamt gibt es auch für Völklingen die Chance, durch kommunalpolitische Weichenstellungen und landespolitische Einflussnahme die Dinge auf einen neuen, besseren Weg zu bringen.

Die zukünftige Gestaltung der Innenstadt – sowohl baulich als auch verkehrstechnisch – sollte die bekannten Aspekte berücksichtigen. Ausreichende Grünflächen, Vorfahrt für Fußgänger im Innenstadtbereich und in Wohngebieten, sozialen Wohnraum schaffen und mit unseren zugewanderten Mitbürgern die Gemeinsamkeit suchen und fördern. Unsere Schulen so auszustatten, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden und den Kindern, Jugendlichen und Lehrern einen angemessenen Rahmen bieten. Der ÖPNV darf nicht unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden – sondern viel mehr unter gesellschaftlich/sozialpolitischer Verantwortung. Menschen die sich wohl fühlen und regionale Angebote gerne nutzen, müssen in Zukunft die Norm werden. Die Versorgung die dies ermöglicht, muss geschaffen werden.

Leider befinden wir uns schon lange auf dem “Egoismus-Trip”, weshalb es schwierig wird, den heute lebenden Bürgern dieses erforderliche Stück Eigenverantwortung abzuverlangen und dies auch zu kontrollieren. Daher muss der Staat auf die Einhaltung von Regeln achten und auch Maßnahmen ergreifen, die eine Zurechtweisung jener nach sich zieht, die ihren Egoismus ungebremst fortsetzen wollen. Wenn wir ehrlich zu uns selbst wären dann wüssten wir, dass diese Dinge früher oder später, teilweise oder in abgeänderter Form, kommen werden – aber besser wäre früher, weil keiner wirklich mit den Konsequenzen des “Nichttuns” leben möchte!